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03.04.2009

Ganzkörper - Hyperthermie in Bordesholm



Fieber als Vorbild

Bei der Ganzkörperhyperthermie wird die Körperkerntemperatur für eine begrenzte Zeit unter kontrollierten Bedingungen um einige Grad erhöht. Je nach Erkrankung wird eine Erhöhung auf 38 bis 40°C angestrebt und für eine bis mehrere Stunden aufrechterhalten. Diese Maßnahme greift ein altes körpereigenes Therapieverfahren auf: Das Fieber.


Fieber ist eine normale Reaktion des Körpers, um das Immunsystem anzuregen, mit dem Ziel eine Infektion erfolgreich zu überwinden.
Entsprechend kann die künstliche Erhöhung der Körpertemperatur die blockierten Selbstheilungskräfte auch bei chronischen und selbst bei bösartigen Erkrankungen nachhaltig anregen.



Wirkung und Indikation der Hyperthermie
Die Fieberbehandlung bewirkt eine Entspannung auch tiefliegender Muskulatur und eine bessere Durchblutung des gesamten Organismus einschließlich der Knorpelgewebe. Dadurch werden Giftstoffe besser ausgeschieden und die Versorgung des Gewebes mit Nährstoffen und Medikamenten verbessert. Der Körper kann chronisch gewordene Entzündungen wieder selbst überwinden, allgemein wird eine Harmonisierung und Stärkung des Immunsystems gefördert.
Daraus ergeben sich verschiedene Erkrankungsgruppen, bei denen die Ganzkörperhyperthermie zum Einsatz kommen kann:

  • - Chronische Schmerzen, vor allem im Bewegungsorganismus, wie    z. B. Weichteilrheumatismus, dauerhafte Muskelverspannungen, schmerzhaft bewegungseingeschränkte Gelenken und degenerative Knochenerkrankungen, aber auch Regelschmerzen
  • - chronische Entzündungen im Harnwegs- und Genitalbereich, in den Bronchien (Bronchitis), in der Lunge (Asthma), aber auch im Darm (Colitis, Morbus Crohn)
  • - chronische Infektionen, wie Borreliose, Chlamydien, Epstein-Barr-Virus

Im Bereich der Onkologie hat die Ganzkörperhyperthermie einen wichtigen Stellenwert in der Rückfallvorbeugung, um nach erfolgreicher Behandlung eines Tumors das Risiko einer erneuten Krebserkrankung zu verringern.
In der ersten Behandlungsphase einer neu aufgetretenen Krebserkrankung kann die Hyperthermie zusätzlich zu anderen Therapieverfahren eingesetzt werden.

 

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Meistens werden Behandlungsserien von 6 - 8 Therapien durchgeführt.
Durch die wiederholte Anwendung der Hyperthermie kommt es zu einer Neuordnung des Wärmehaushaltes. Bei vielen Patienten mit chronischen Entzündungen oder chronischen Schmerzleiden liegt eine dauerhaft zu niedrige Körpertemperatur vor, dies bemerken betroffene Menschen oft an einem ständigen Frösteln und Frieren.

Viele Menschen haben schon seit Jahren die Fähigkeit verloren, z.B. auf eine grippalen Infekt mit Fieber zu reagieren. Die Verbesserung der natürlichen Thermoregulation kann zur Linderung oder auch Ausheilung vieler chronischer Leiden entscheidend beitragen.

Die Ganzkörperhyperthermie kann selbstverständlich nicht immer angewendet werden, wie z. B. akute Herzerkrankungen oder akute Infekte.


Ganzkörperhyperthermie in Bordesholm
In Süddeutschland ist diese Therapieform weit verbreitet, bei uns in Schleswig-Holstein wird die Ganzkörperhyperthermie noch selten angeboten. Diese Lücke wird seit einigen Wochen von dem engagierten Team in der Arztpraxis Peters geschlossen. Unter qualifizierter Aufsicht und persönlicher Betreuung werden hier Hyperthermien bis zu einer Temperatur von 40,5° C durchgeführt.